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Aktuelle Ausgabe | Archiv | AutorInnen | Bestellen | Nachrichten | Impressum | 17.05.2012
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INHALT NR. 19:

zitiert - kommentiert (PDF)
Von Hubert Heinhold
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Win-Win nach Gaddafis Mustern (PDF)
Über die europäisch-libyschen Kompensations-
geschäfte zur Migrationsabwehr
Von Christian Jakob
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Return to sender (PDF)
Rückübernahmeabkommen regeln den legalen Menschenhandel zwischen EU-Europa und dem Rest der Welt
Von Anke Schwarzer
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Hauruck mit der AG Rück (PDF)
Passbeschaffung mit Profit
Von Dirk Burczyk
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Auf Teufel komm raus (PDF)
Ausweisungen nach Syrien noch immer nicht gestoppt
Von Johanna Strecker
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Frontex-Reisen all inclusive (PDF)
Von der Grenzschutzagentur zum Zwangsreiseveranstalter
Von Uli Sextro
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Hildesheimer Rassenkunde (PDF)
Abgründe deutscher Ausländerpolitik
Von Kai Weber
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Bittere Pille danach (PDF)
Was passiert nach der unfreiwilligen Rückkehr ins Herkunftsland?
Von Stephan Dünnwald
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Last Minute Protest (PDF)
Ein Netzwerk am Frankfurter Flughafen macht vor, wie man Zwangsausreise verhindern kann
Von Eva Lilith Seidlmayer
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Vogelfrei in Vorpommern (PDF)
Von der Skrupellosigkeit der Demminer Ausländerbehörde
Von Anke Lübbert
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Egzon –Fliegen ist freiwillig.
wer nicht will, kommt nicht mit. (PDF)

Interview zum Hörspiel von Björn Bicker
Interview von Matthias Weinzierl
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Abschiebung in Zahlen (PDF)
Ein statistischer Überblick
Von Timmo Scherenberg
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Abschiebe-Bescheid beim Boarding (PDF)
Die Dublin II-Regelungen müssen angesichts inakzeptabler Rechtslücken in der politischen Debatte gehalten werden
Von Stephan Kessler
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It ´s Jus Wildfangiatus, Baby! (PDF)
Ein mittelalterliches Gegenkonzept zu heutigen Ausweisungen
Von Caspar Schmidt
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„Ich habe meinen Pass, aber keine Ruhe.“ (PDF)
Die Flucht-Odyssee des iranischen Flüchtlings Ali H.
Ein Interview im Taxi von Till Schmidt und Matthias Weinzierl
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Morgengrauen im Gewahrsamsraum (PDF)
Verdeckte Abschiebehaft an deutschen Flughäfen
Von Frank Gockel
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Bremen bleibt hart (PDF)
Hanseatische Ausländerbehörde setzt medizinische Rückführungsspezialistinnen und -spezialisten ein
Von Christian Jakob
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Willige Helfer in weißen Kitteln (PDF)
Begleitende Ärzte missachten den hippokratischen Eid
Von Winfried Eisenberg
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Charter der Schande (PDF)
Das diesjährige Nobordercamp findet aus aktuellem Anlass im Raum Düsseldorf statt
Von Hagen Kopp
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Keine Gleichheit der Waffen (PDF)
Abschiebehäftlinge ohne Anwalt
Von Dieter Müller
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Zukunftsfähige Ungerechtigkeit (PDF)
Warum Abschiebehaft nicht von alleine verschwinden wird
Von Tim Landauer
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DIY der Haftvermeidung (PDF)
Juristische Ersthilfe und praktische Solidarität für „Ausreisepflichtige“
Von Frank Gockel
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Knast bleibt Knast (PDF)
Immer noch leiden Flüchtlinge im Berliner Abschiebegefängnis
Von der IGGA Berlin
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Von Eins auf Neunhundert (PDF)
Über das neue Internierungslager auf dem Berlin-Brandenburger Großflughafen Schönefeld
Von Beate Selders
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Mutter, wie weit ist Vietnam?(PDF)
Eine schwierige Kindheit in der DDR
Von Angelika Nguyen
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DAS HEFT ALS (PDF)

Schwerpunkt: Abschiebung
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EDITORIAL:

Liebe Leserinnen und Leser,
in Ihren Händen halten Sie das „Heft der Flüchtlingsräte 2012“, ein Kooperationsprojekt der Flüchtlingsräte von Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und des Arbeitskreises Asyl Rheinland-Pfalz. Wie schon bei der 2010 erschienenen gemeinsamen Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt Antiziganismus, sind wir, die Hinterland-Redaktion, vertrauensvoll mit der Federführung für
das Heft betraut worden. Die Artikel unseres Heftes widmen sich dem Thema Abschiebung – dem Prozedere an sich, aber auch den an der Durchführung beteiligten Intitutionen und Personen, seien es Ärztinnen und Ärzte oder Beamte und Beamtinnen in den Ausländerbehörden. Oder Delegationen aus den vermeintlichen Herkunftsstaaten der „Ausreisepflichtigen“, die, oftmals eigens dazu nach Deutschland eingereist, durch sogenannte Sammelanhörungen auf höchst fragwürdige Weise Identitäten klären und Passersatzpapiere ausstellen sollen.

Wo von Abschiebung die Rede ist, kann über Frontex und Dublin II natürlich nicht geschwiegen werden. Wenn es darum geht, unerwünschte Menschen loszuwerden, greift die Bundesrepublik Deutschland aber auch auf sogenannte Rückübernahmeabkommen zurück. Solche Abschiebeverträge hat die BRD im Moment mit über 30 europäischen und außereuropäischen Staaten geschlossen – 2008 übrigens auch einen mit Syrien.

Seit 2006 küren die „Jugendlichen ohne Grenzen“ jedes Jahr anlässlich der Innenministerkonferenz den „Abschiebeminister des Jahres“. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, erfahren möchten, wie es etwa um Pferdestärke und Kragenweite der bisherigen Preisträger bestellt ist, empfehlen wir unser Abschiebeminister-Quartett. Vielen Dank an dieser Stelle an „Schall und Rauch“, der die Begleittexte dazu verfasste.

Einen Überblick darüber, in welche Staaten die BRD im Jahr 2010 in welchem Ausmaß abgeschoben hat, gibt unsere Welt- und Europakarte in der Heftmitte; insgesamt wurden 22.378 Menschen abgeschoben oder ihnen wurde die Einreise verweigert. Darüberhinaus finden Sie als Heftbeilage die Hörspiel-CD „Egzon“des Autoren Björn Bicker, das das Schicksal einer aus Deutschland in den Kosovo abgeschobenen Roma-Familie thematisiert. Björn Bicker wie auch Egzon, der inzwischen 18-jährige Protagonist des Hörspiels, kommen in unserem Heft zu Wort. Eine echte Perle im Heft ist übrigens auch die Geschichte von Angelika Nguyen, die wir dem Sammelband „Kaltland“ des Rotbuch-Verlages entnehmen durften.
Ein anregendes Hören und Lesen wünscht
Ihre/Eure Hinterland-Redaktion


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Return to sender

Die BRD hat im Moment mit über 30 europäischen und außereuropäischen Staaten Abschiebeverträge geschlossen. Auch die EU forciert Rückübernahmeabkommen. In den Verhandlungen können beide ihre machtvolle Position in die Waagschale werfen.

Das Bild ist abgegriffen. Es vermag auch in seiner altbackenen Symbolik das hochtechnisierte Migrationsregime mit seinen filigranen Zugangsschleusen und breiten Ausgängen nicht mehr ausreichend abzubilden. Aber sie steht noch: die Festung Europa. Sie hat hohe Mauern gezogen, Gräben ausgehoben und Türen verschlossen. Aus den Scharten wird scharf geschossen1. Die Festung ist robust. Gleichwohl finden Menschen, die das gefährliche Wasser vor der Burg überqueren oder mit dem Flugzeug im Innern landen, offene Luken. Durch sie können sie in die Festung gelangen, sei es für kurze Zeit, sei es dauerhaft. Manche Öffnungen haben Migrantinnen und Migranten entdeckt und erweitert, andere wiederum haben die Staaten der Europäischen Union (EU) selbst eingebaut, etwa für Hochqualifizierte, für kleinere Flüchtlingskontingente und Fachkräfte. Die Festung Europa hat das Glacis vor ihrer Mauer, also das abschüssige und keine Deckung zulassende Schussfeld, auf tausende Kilometer verlängert. Es reicht bis weit nach Russland, zieht sich über den Balkan, hinter die Türkei bis weit nach Asien und Afrika. Die modernen Ritterinnen und Ritter der Menschenabwehr und -selektion entsenden Frontex-Schiffe, spannen diktatorische Regimes für ihre Kontrolldienste und Ausreiseverbote ein, finanzieren Polizeiausrüstung, beobachten Migrationsrouten, errichten Lager, Bewegungsmelder und Mauern.
Von Anke Schwarzer
(der ganze Artikel im PDF Format)

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Ungenügend

Hildesheimer Rassenkunde

Darf Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Libanon, die 17 und 26 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland
leben und hier eine Familie gegründet haben, unter Hinweis auf angebliche türkische Vorfahren das
Aufenthalts recht entzogen werden? Der Fall der Familie Siala-Salame aus Schellerten bei Hildesheim bietet
einen tiefen Einblick in die Abgründe deutscher Ausländerpolitik.

Die Familien Salame und Siala gehören der Minderheit der Mhallami an. Viele Angehörige dieser ursprünglich aus der Türkei stammenden arabischen Minderheit flohen ab 1920 vor der aggressiven Türkisierungspolitik unter Atatürk in den Libanon. Im Zuge der Eskalation des libanesischen Bürgerkriegs suchten in den 1980er Jahren viele Mhallami-Familien erneut ihr Heil in der Flucht. Auch den Familien Salame und Siala gelang es Mitte der 80er Jahre, der „Hölle von Beirut“ zu entkommen. Als „staatenlose Kurden“ erhielten beide Familien hier im Rahmen der niedersächsischen Bleiberechtsregelung von 1990 ein Aufenthaltsrecht
Von Kai Weber
(der ganze Artikel im PDF Format)

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